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Der Tropical Forests Forever Fund (TFFF), eine von Brasilien vorgeschlagene Finanzinitiative, erreichte nach der Ankündigung eines erheblichen Beitrags Norwegens die Marke von 5,5 Milliarden US-Dollar an Investitionszusagen. Das europäische Land bestätigte einen Beitrag von 3 Milliarden US-Dollar und wurde damit zum Hauptinvestor des Vorschlags. Neben Norwegen gehören dem Fonds bereits Länder wie Indonesien und Frankreich an sowie erste Investitionen aus Brasilien selbst, was den Mechanismus als Vorzeigemodell der brasilianischen Umweltdiplomatie in globalen Diskussionen festigt.
Der TFFF ist ein Klimafinanzierungsmechanismus, der ein festverzinsliches Investitionsmodell nutzt, um kontinuierlich Ressourcen zu generieren. Im Gegensatz zu Spenden investiert der Fonds Kapital in sichere globale Vermögenswerte, und der durch diese Investitionen erzielte Gewinn wird zur Vergütung von Ländern verwendet, die nachweislich ihre Tropenwälder schützen. Der Vorschlag zielt darauf ab, den Naturschutz in ein globales Gut umzuwandeln und einen dauerhaften Cashflow für den Schutz der biologischen Vielfalt sicherzustellen.
Nachhaltige Finanzierungsstruktur
Der Mechanismus wurde entwickelt, um eine Logik der finanziellen Hebelwirkung zu verfolgen, bei der staatliche und Stiftungsbeiträge mit der künftigen Ausgabe von Anleihen auf dem Markt kombiniert werden. Das gesamte Fundraising-Ziel des Fonds ist ehrgeizig und zielt darauf ab, rund 125 Milliarden US-Dollar zu mobilisieren, die in risikoarme, ertragsstarke und nachhaltige Vermögenswerte investiert werden sollen. Die Differenz zwischen dem erzielten Einkommen und dem an die Anleger gezahlten Betrag (der Spread) ist die Ressource, die jährlich ausgeschüttet wird.
- Länder mit großen tropischen Waldgebieten wie Brasilien, Indonesien und die Demokratische Republik Kongo werden priorisiertim Vertrieb.
- Die jährliche Zahlung wird pro Hektar erhaltenem Wald berechnet.
- Der TFFF verbietet ausdrücklich die Investition seiner Ressourcen in fossile Brennstoffe (Kohle, Öl und Gas).
- Eine Mindestzuweisung von 20 % der Ressourcen wird für indigene Völker und lokale Gemeinschaften gewährleistet, in Anerkennung ihrer grundlegenden Rolle beim Naturschutz.
Die Ministerin für Umwelt und Klimawandel, Marina Silva, betonte, dass der Fonds bereits die Hälfte des für sein erstes Betriebsjahr geplanten Finanzierungsziels erreicht habe. Nach Angaben des Ministers gewährleistet die Struktur, dass sowohl öffentliche als auch private Investoren ihr Geld zurückbekommen und gleichzeitig das Kapital in den Waldschutz fließt.
Internationale Bedingungen und Perspektiven
Norwegens 3-Milliarden-Dollar-Zusage wird über zehn Jahre verteilt und unterliegt bestimmten Bedingungen, die darauf abzielen, die Stärke und Reichweite des Finanzmechanismus sicherzustellen. Der norwegische Minister für Klima und Umwelt, Andreas Bjelland Eriksen, betonte, dass eine der Voraussetzungen darin besteht, dass der Beitrag des Landes 20 % des Gesamtkapitals nicht übersteigt und dass der Fonds die Marke von 10 Milliarden US-Dollar an Gesamtbeiträgen erreicht. Das Land, das den Am Fund in der Vergangenheit unterstützt hatazônia sieht private Beteiligung als wesentliche Ergänzung zur traditionellen Umweltfinanzierung.
Der norwegische Premierminister Jonas Gahr Støre betonte die Dringlichkeit, die Entwaldung zu stoppen, als entscheidende Maßnahme zur Eindämmung des Klimawandels und des Verlusts der biologischen Vielfalt. Er erklärte, dass der TFFF den relevanten Ländern eine stabile, langfristige Finanzierung biete, und bezeichnete die norwegische Unterstützung der Initiative als grundlegend. Frankreich mit 500 Millionen US-Dollar sowie Indonesien und Brasilien mit jeweils 1 Milliarde US-Dollar stellen die bedeutendsten Erstbeiträge dar.
Globale Mitgliedschaft und Verwaltung
Der Vorschlag hat das Interesse anderer Nationen geweckt, wobei 47 Länder ihre Unterstützung für den Beitritt zum von der Weltbank verwalteten Fonds zum Ausdruck gebracht haben. Länder wie Deutschland haben positive Signale gesetzt und werden voraussichtlich bald den Wert ihres Beitrags bekannt geben, während Portugal und die Niederlande kleinere Beiträge erwarten, die hauptsächlich auf den Betrieb des Fonds abzielen. Der offizielle Start des TFFF zielt darauf ab, eine dauerhafte Struktur für den Schutz der Tropen zu schaffen und den bestehenden Wald als wertvolles finanzielles Gut von globalem Interesse zu behandeln. Der Tropical Forests Forever Fund stellt einen Paradigmenwechsel dar und geht vom Spendenmodell zu einem Investitionsmechanismus über, der Naturschutzbemühungen vergütet.


