teia de aranha – YBPhotos/Shutterstock.com
Im Jahr 2022 wurde in der Schwefelhöhle an der Grenze zwischen Griechenland und Albanien eine Megakolonie mit rund 111.000 Spinnen entdeckt. Das 106 Quadratmeter große Netz beherbergt zwei Arten, die auf beispiellose Weise in einem Ökosystem koexistieren, das von Bakterien angetrieben wird, die Schwefel verstoffwechseln. Der in der Fachzeitschrift Subterranean Biology veröffentlichte Befund ist überraschend, da sich Spinnen an eine Umgebung ohne Licht und giftige Luft anpassen.
Die Entdeckung wurde von Höhlenforschern der Höhlenforschungsgesellschaft der Tschechischen Republik gemacht, die Biologen aufforderten, das Phänomen zu untersuchen. Das aus Tausenden trichterförmigen Strukturen bestehende Netz wird von einer besonderen Nahrungskette getragen.
- Arten: Tegenaria Domestica (69.000) und Prinerigone vagans (42.000).
- Umgebung: Völlige Dunkelheit, hohe Schwefelkonzentration.
- Nahrung: Chironomidenmücken, die bakterielle Biofilme fressen.
Einzigartiges unterirdisches Ökosystem
Die Schwefelhöhle ist eine lebensfeindliche Umgebung, in der das Leben von der Chemoautotrophie abhängt. Schwefeloxidierende Bakterien bilden Biofilme, die Mückenlarven ernähren.
Diese Mücken wiederum sind die Hauptnahrungsquelle der Spinnen und ernähren die Megakolonie.
Seltenes Verhalten zwischen Arten
Die größeren Tegenaria-Domestica-Spinnen bauen das Netz, während die kleineren Prinerigone-vaganen opportunistische Räume besetzen. Außerhalb der Höhle sind diese Arten Einzelgänger.
Dunkelheit kann aggressive Interaktionen reduzieren und so ein Zusammenleben ermöglichen.
Das Zusammenleben in einer Kolonie ist für beide Arten beispiellos.
Wissenschaftler haben das möglicherweise größte Spinnennetz der Welt entdeckt, das in einer Höhle an der Grenze zwischen Griechenland und Albanien gefunden wurde. https://t.co/cOOojNwNOo pic.twitter.com/Q355cTvtOV
– ABC News (@ABC) 11. November 2025
Genetische Anpassung von Spinnen
Höhlenspinnen weisen genetische Unterschiede im Vergleich zu externen Populationen auf. DNA-Analysen bestätigten Anpassungen an die extreme Umgebung.
Die Isolierung verhindert den genetischen Austausch und begünstigt einzigartige Variationen.
Die Darmmikrobiota von Spinnen ist weniger vielfältig, was auf ihre schwefelreiche Ernährung zurückzuführen ist.
Die Studie legt phänotypische Plastizität unter extremen Bedingungen nahe.
Details zu wissenschaftlichen Entdeckungen
István Urák von der Universität Sapientia leitete die Expeditionen. Er beschrieb den Fund als beeindruckend.
Das Netz beginnt 50 Meter vom Eingang entfernt in einem engen Durchgang.
Die Website wurde 2024 für eine detailliertere Analyse erneut besucht.
Auswirkungen auf die biologische Forschung
Die Entdeckung wirft neue Fragen zum Verhalten von Tieren auf. Die Zusammenarbeit zwischen Arten stellt traditionelle Konzepte in Frage.
Das Höhlenökosystem kann Studien zur Nachhaltigkeit inspirieren.


