Imagens 3D do cometa 3I ATLAS – Foto: jhonny marcell oportus/ shutterstock.com
Der interstellare Komet 3I/Atlas erreicht eine Geschwindigkeit von 57 km/s, als er sich dem Sonnensystem nähert. Diese Markierung ermöglicht es dem Objekt, der Anziehungskraft der Sonne zu entkommen, ohne in die Umlaufbahn zu gelangen. Astronomen entdeckten den Himmelskörper auf einer hyperbolischen Flugbahn, die von einem anderen Sternensystem stammt.
Die Sonne übt eine Gravitationskraft aus, die Objekte in einer Entfernung von bis zu 3,8 Lichtjahren beeinflussen kann. Beim 3I/Atlas übersteigt die Anfangsgeschwindigkeit die zur Flucht notwendige Geschwindigkeit. Durch die Wechselwirkung kommt es lediglich zu einer Abweichung von der Route, ähnlich einer Gravitationsschleuder.
- 3I/Atlas-Geschwindigkeit: 57 km/s;
- Vergleich mit ‘Oumuamua: 26 km/s;
- Vergleich mit Borisov: 33 km/s.
3I/ATLAS Is Not Behind the Sun.
Astronomers were told the interstellar object would disappear behind the Sun during its Oct 29 perihelion. But new observations show that’s not true.On Oct 25, the team recorded 3I/ATLAS visible beside the Sun — not hidden.
Position: RA 13h 38m… pic.twitter.com/cqRoIn8PGT— 3I/ATLAS (@3IAtlas_Anomaly) October 28, 2025
Ursprung interstellarer Objekte
Körper wie 3I/Atlas umkreisten wahrscheinlich entfernte Sterne, bevor sie ausgestoßen wurden. Ereignisse wie Gravitationswechselwirkungen oder Sternexplosionen verursachen die Austreibung. Diese Objekte reisen Millionen von Jahren durch den interstellaren Raum.
Die Erkennung erfolgt, wenn sie das Sonnensystem durchqueren. Teleskope identifizieren Flugbahnen, die nichts mit der Sonne zu tun haben. 3I/Atlas stellt nach ‘Oumuamua und Borisov den dritten bestätigten Beweis dar.
Beschleunigung in ‘Oumuamua beobachtet
‘Oumuamua zeigte eine unerwartete Beschleunigung, als es 2017 an der Sonne vorbeizog. Die Hauptursache hierfür ist die Entgasung des darin eingeschlossenen Wasserstoffs. Durch Sonnenwärme wird das Gas freigesetzt und so ein natürlicher Antrieb erzeugt.
Eine andere Hypothese geht von einer außerirdischen Technologie aus, etwa einer brennenden Kerze. Für diese von Avi Loeb verteidigte Idee gibt es bislang keinen konkreten Beweis. Die wissenschaftliche Gemeinschaft priorisiert natürliche Mechanismen.
Hypothetische Kollisionseffekte
Eine direkte Kollision mit der Sonne würde 3I/Atlas auf über 600 km/s beschleunigen. Die Temperatur würde vor dem Aufprall auf mehrere Millionen Grad ansteigen. Durch das Sonnenplasma würde das Objekt vollständig verdampfen.
Die Sonne wandelt pro Sekunde 4 Millionen Tonnen Masse in Energie um. Jeder interstellare Komet wäre in diesem Maßstab unbedeutend. Es würde keine merklichen Veränderungen am Stern oder im Sonnensystem geben.
Eigenschaften der hyperbolischen Flugbahn
Hyperbolische Flugbahnen zeigen eine Geschwindigkeit an, die größer als die lokale Fluchtgeschwindigkeit ist. Der 3I/Atlas betritt und verlässt das Sonnensystem ohne Schleife. Die Sonnengravitation ändert die Richtung, aber die Geschwindigkeit reicht nicht aus, um erfasst zu werden.
Beobachtungen bestätigen, dass das Objekt in den Weltraum fliegt. Teleskopdaten verfolgen den aktuellen Weg. Geschwindigkeit hält den Körper in ständiger Bewegung durch den Kosmos.
Vergleiche mit bekannten Kometen
Kometendes Sonnensystems erreichen am Perihel ein Maximum von mehreren zehn km/s. Interstellare Objekte kommen mit Geschwindigkeiten an, die von der galaktischen Umgebung geerbt sind. Dieser Unterschied verdeutlicht den externen Ursprung des 3I/Atlas.
Studien analysieren die Zusammensetzung, um Materialien von anderen Sternen zu identifizieren. Spektroskopie zeigt gemeinsame Elemente, aber einzigartige Proportionen. Die Analyse unterstreicht die interstellare Natur.
Gravitationsdrift im Detail
Der Durchgang durch die Sonne krümmt die Flugbahn des 3I/Atlas in einem bestimmten Winkel. Berechnungen sagen den Punkt der größten Annäherung voraus. Die Interaktion dauert einige Wochen vor der endgültigen Abreise.
Computermodelle simulieren den Schleudereffekt. Die kinetische Energie des Objekts hat Vorrang vor der Anziehung. Observatorien überwachen, um Orbitaldaten zu verfeinern.


